Die Ausstellung „Ruota Libera“, organisiert von ERPAC – Ente Regionale per il Patrimonio Culturale del Friuli Venezia Giulia und gezeigt in Villa Manin, erzählt die Geschichte des Fahrrads als Symbol für Innovation, Freiheit und gesellschaftlichen Wandel. Kuratiert vom Sammler Mario Cionfoli, zeichnet die Ausstellung zwei Jahrhunderte technischer und kultureller Entwicklung nach und zeigt, wie das Fahrrad Mobilität, Arbeit und Alltag der Menschen verändert hat.
Die Erzählung beginnt im Jahr 1815 mit der Draisine des Barons Karl von Drais, dem ersten hölzernen Fahrradprototypen, der als Reaktion auf eine Klimakrise entstand, welche die Nutzung von Pferden stark einschränkte. Vom exklusiven Statussymbol entwickelte sich das Fahrrad nach und nach zu einem weit verbreiteten Verkehrsmittel, Arbeitsinstrument und wichtigen Bestandteil des Radsports.
Zu sehen sind 62 historische und zeitgenössische Fahrräder aus öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter ikonische Modelle berühmter Radsportler wie Gino Bartali, Tadej Pogačar und Marco Pantani. Fotografien, Originaldokumente und Archivmaterialien begleiten die technische Entwicklung des Fahrrads – von den ersten Eisenrahmen bis zu modernsten Technologien.
Die Ausstellung beleuchtet außerdem den Einfluss des Fahrrads auf andere Industriezweige wie Motorrad-, Automobil- und Luftfahrtindustrie und wirft zugleich einen Blick auf seine heutige Rolle im Bereich nachhaltiger Mobilität. Ein besonderer Schwerpunkt gilt der Emanzipation der Frauen, vertreten durch die symbolische Figur Alfonsina Strada, der einzigen Frau, die 1924 am Giro d’Italia der Männer teilnahm
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