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4 April 2018

Kino und Inszenierung in Bewegung

4 April 2018
Esmeralda Perosa

Kino und Inszenierung in Bewegung

Das sind die Schlüsselwörter des Kulturverbands Associazione Culturale Mattador von Triest, der seit Jahren das in seiner Art einzigartige Gewinnspiel ‚Premio Mattador’ organisiert. Einzigartig deshalb, weil es sich an junge Drehbuchautoren wendet und neue Filmschreibtalente fördert. Ab diesem Jahr umfasst der Preis eine ganz besondere Bildungsart. Dank der Zusammenarbeit mit dem Kulturverband Visionaria von Siena wird den Gewinnern des Wettbewerbs anhand eines Wanderlehrgangs, der nicht von ungefähr „Visioni in movimento - La scuola di cinema senza sedie“ (Visionen in Bewegung – Kinoschule ohne Stühle) heißt, die Gelegenheit gegeben, ein Projekt zu entwickeln. Isabella Aquino und Ludovica Mantovani sind die Gewinnerinnen der letzten Ausgabe und waren Protagonisten eines einzigartigen Abenteuers. Sie legten die 70 km von Triest bis Aquileia zu Fuß zurück. Im Gefolge eine echte Filmcrew mit Regisseuren, Toningenieuren, Komponisten, Schauspielerinnen und Schauspielern, Produzenten und Bühnenbildnern. Ein Workshop in Bewegung mit einem präzisen Ziel. Sich frei und spontan zu bilden und das Talent durch reale Erfahrungen – kurz, auf eine völlig informelle Art und Weise – auf die Probe zu stellen.  Die Wahl der Strecke sollte auch einen neuen Pilgerweg nach dem Vorbild der bekannten Via Francigena bekannt machen. Ein bisschen wie die Social Ambassadors FJV besuchten Ludovica und Isabella im langsamen Gehtempo Orte und lernten die lokale Geschichte und Kultur kennen, um Bilder und Emotionen einzufangen und diese dann in kreatives Schreiben umzusetzen. Der Karst mit den alten Stellungen des ersten Weltkriegs war der Ausgangspunkt für das Projekt von Isabella, während Ludovica sich für Grado und seine Lagune entschied und wertvolle Zeugnisse der örtlichen Gemeinde sammelte. Dieses Abenteuer on the Road zweier junger Filmemacherinnen durch friulanische Landschaften trägt zu einer weiteren Aufwertung des Images der Region Friaul Julisch Venetien bei, die als „Filmkulisse" mit bedeutsamen lokalen Ressourcen aufwarten kann. Man denke dabei nur an die Präsenz berühmter Profis, die aus dem Kino ihren Beruf gemacht haben. Natürlich, Isabella und Ludovica haben noch einen langen Weg vor sich, aber die Opportunität, ein solches Projekt zu realisieren, ist sicher ein Meilenstein für ihr künstlerisches Werk. Diese Initiative zeigt, wie neue Generationen auch im eigenen Gebiet Anregungen und Beschäftigungsmöglichkeiten finden können.
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Esmeralda Perosa

Ich bin das, was man einen Slow-Touristen nennt, mit gebuckeltem Rucksack und griffbereiter Landkarte. Ich liebe Kino und alte Filme. Ich sammle Fotos und außergewöhnliche Geschichten von gewöhnlichen Leuten. Friaul ist für mich ein Mix an Flachland, Meer und Gebirge, wo ganz spezielle Orte nicht weit von zu Hause entfernt sind.  

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