Eine der Hauptrollen bei diesem kulinarischen Geschmackserlebnis spielt zweifelsohne die „
Pitina IGP“, eine geschichtsträchtige Spezialität aus dem Val Tramontina, die unter dem Schutz der Slow-Food-Stiftung steht: Eine Art geräuchertes und gereiftes Fleischbällchen aus Wild- oder Schafsfleisch, das in Maismehl gewendet wird. Auf dem Weg in die Gemeinde Cavasso Nuovo stößt man auf die als „
Cipolla di Cavasso e della Val Cosa“ bezeichnete Zwiebel aus der Region, die für ihren süßen Geschmack, ihre knackige Konsistenz und ihre typisch rote Schale mit goldenen Reflexen bekannt ist.
Die überaus beliebte und intensiv schmeckende Feigensorte „Figo Moro di Caneva“, wurde bereits 1139 von den venezianischen Seefahrern geschätzt, während die Bohne aus San Quirino aufgrund ihrer dünnen Schale und der cremigen Konsistenz des Samens insbesondere zu Suppen und Eintöpfen verarbeitet wird, wie dem Nudel-Bohnen-Eintopf „Pasta e Fagioli alla Friulana“ und dem typischen Bohnen-Mais-Eintopf „Fasoi e Frumenton“. Was die hiesigen Fischspezialitäten angeht, gilt die
Regenbogenforelle aus Cordenons, die in kristallklaren Gewässern gezüchtet wird, als das Aushängeschild der lokalen Gastronomie. Auch das regionale Käsereihandwerk wartet mit so manchem Meisterwerk auf: Der in Steinguttöpfen aufbewahrte „Formadi Tal Cit“ wird auch als weißes Gold bezeichnet und zeugt von der Kunst der hiesigen Bergbevölkerung, die sich keine Form der Verschwendung leisten konnte. Der würzige bis leicht pikante Kuhmilchkäse Asìno hingegen verkörpert die Identität der friaulischen Käseherstellung.